Vortragskurzinformation

19.06.2020

Peter Penkert, Fröndenberg

Die Mineralisation im Eisernen Hut der Blei- Zinkerzlagerstätte von Ramsbeck

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Die Anfänge des Ramsbecker Bergbaus reichen zurück bis vor das Jahr 1000 n. Chr. Die Einführung moderner Abbaumethoden führt nach 1945 zu einer erheblichen Steigerung der Erzförderung. Allein von 1840 bis zur Stilllegung am 31. Januar 1974 werden 16,7 Mio. Tonnen Roherz mit 2,1% Blei und 4,4% Zink gefördert. Und - die Vorräte sind noch nicht erschöpft!

Die Ramsbecker Lagerstätte gehört zu den erdgeschichtlich alten Lagerstätten der Region. Ihre Entstehung ist eng mit Auffaltung des Variszischen Gebirges im Erdaltertum verknüpft. Danach wird sie immer wieder überprägt und verändert. Geotektonische Vorgänge, wie die Kollision von Afrika mit Eurasien lassen die Alpen aufsteigen. Durch die enormen Spannungen im nördlichen Vorland entstehen neue Mineralisationen – auch in Ramsbeck.

Das zunächst feucht-warme Klima im Tertiär greift die alte Lagerstätte an. Dort wo ihre Erze die Erdoberfläche erreichen setzt eine mehr oder weniger tiefgründige Verwitterung ein. Eine Oxidationszone entsteht – oder, wie der Bergmann sagt: „der Eiserne Hut“. Auf wundersame Weise scheinen sich hier die unterschiedlichsten Metalle in Eisen zu verwandeln. Wie das möglich ist? Der Vortrag gibt Einblicke.