Vortragskurzinformation

21.06.2019

Peter Penkert, Fröndenberg

Die Mineralisationen der Steinkohlenzeche Friedrich der Große in Herne

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Das Steinkohlenbergwerk Friedrich der Große hat 108 Jahre die Herner Stadtteile Horsthausen und Börnig geprägt. Die Schachtanlage 1/2 baute Kohle im Westfeld und die Anlage 3/4 im Ostfeld ab. Der Pütt wurde von den Hernern liebevoll „Piepenfritz“ genannt. Hier wurde „Kohle gemacht“ und nebenbei zahlreiche Mineralstufen gefunden und zu Tage gebracht. Leider haben nicht alle die Zeiten überdauert – was noch erhalten ist, bezeugt die einstige Pracht.

Geologisch und dabei besonders in tektonischer Hinsicht, war das Baufeld eine Herausforderung für die Kumpel! Der preussische Obereinfahrer Ludwig Achepohl schreibt dazu 1894: „Das Feld ist in geognostischer Beziehung eines der interessantesten des ganzen Kohlenreviers, indem es durchsetzt wird von den grössten Gebirgsstörungen Rheinland-Westfalens, welche die verschiedenartigen Flötze nebeneinanderlegen“. Als Folge war der Verlauf der Flöze oft gewaltig gestört, aber die Spalten und Klüfte, die die Kumpel dabei antrafen, enthielten prächtige Mineralparagenesen.

Der Vortrag informiert über diese besondere Kohlenzeche mit ihren eigenen Verhältnissen und die Mineralien, die Eingang in die Sammlungen fanden.