Vortragskurzinformation

19.05.2017

Dr. Willy Beck, Rommelskirchen:

Tucson - Mythos oder Wahnsinn.

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2016 erfüllte ich mir einen langehegten Wunsch: den Besuch der Tucson Mineralienshow. Schon die Anreise war abenteuerlich. Da es keinen Direktflug nach Tucson gibt, hatten wir eine Zwischenlandung in Dallas. Das unvorstellbar komplizierte und kleinliche Einreiseprozeder in die USA sorgte dafür, dass wir trotz des 3-stündigen Aufenthaltes schließlich im Laufschritt zu unserer Maschine nach Tucson eilten. Aber es klappte, auch das Gepäck kam mit uns in Tucson an.

Als Quartier hatten wir das Best Western Hotel Stone North in Tucson gewählt. Auf den Vorteil diese Hotels gehe ich im Vortrag ein.

Die Tucson Show ist keine einheitliche Börse, sondern teilt sich in viele verschiedene Shows auf. 2016 waren es 45 dieser Shows. Viele finden in Hotels statt wie das Tucson City Center Hotel oder das Radisson Hotel, aber auch im freien Gelände unter vielen Zelten (z.B. das sogenannte „Kino“). Fast alle Shows erreichen die Größe der Münchner Mineralienbörse, und die Einzelzelte brauchen häufig den Größenvergleich mit einem Oktoberfestzelt nicht zu scheuen.

Unübersehbar ist die Zahl der Aussteller, und noch unübersehbarer die Menge an Mineralien, Fossilien, Schmuck und allem, was auch nur im Entferntesten mit unserem Hobby zu tun hat (wobei sich die Frage stellt, ob Munition aus den 2. Weltkrieg und Panzerschrott wirklich etwas Mineralogisches ist). In meinen Vortrag gehe ich näher auf die von mir besuchten Shows ein.

Der Hauptgrund für meinen Besuch war die Hoffnung auf Stücke von bekannten Fundstellen aus den USA. Hier musste ich bald feststellen, dass der Erwerb dieser Stücke z.T. weit über meinem Budget lag, teilweise waren die Preise der Stufen exorbitant hoch, wobei der Wechselkurs Dollar zu Euro ein Übriges tat. Wirklich interessante Stufen, die nicht besonders groß waren, begannen bei 1500,- bis 2000,- US$. Da musste man sich eben bescheiden, ein paar Stücke konnte ich dennoch erwerben, sogar zu halbwegs vernünftigen Preisen.

Mein Fazit: die Tucson Show ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Nirgendwo sonst bekommt man so viele Mineralien, Fossilien und Schmuck auf relativ engem Raum zu sehen. Und natürlich Superstücke zu Superpreisen ab 200.000.- US$ das Stück. Aber man braucht Zeit, die 6 Tage, die ich eingeplant hatte, reichten nicht aus um auch nur annähernd alles zu sehen.

Dennoch: ich werde sicherlich noch einmal nach Tucson fliegen, auch wenn man z.B. in St. Marie preiswerter einkaufen kann. Aber Tucson ist schon einzigartig – in jeder Beziehung.