Vortragskurzinformation

17.04.2020

Steffen Pattberg, Wipperfürth

Edelsteine im alten Mesopotamien.

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

5500 Jahre vor unserer Zeit ereignete sich in Mesopotamien, dem Land zwischen Euphrat und Tigris, eine Revolution. In den Flussebenen des heutigen Irak erwuchsen aus Dörfern die ersten großen Städte der Menschheitsgeschichte. In diesem Experimentierfeld der Zivilisation entstanden schrittweise die Grundlagen unserer modernen Welt: soziale Hierarchie, organisierte Religion, Arbeitsteilung, Schrift, Verwaltung, Handel und Krieg.

Eine der bedeutendsten dieser antiken Metropolen war Uruk, Heimat des mythischen Königs Gilgamesch, dessen Heldentaten im ältesten erhaltenen Epos der Geschichte überliefert sind. Seit der Entdeckung der Ruinen im 19. Jahrhundert fördern Archäologen immer neue Artefakte aus Uruk zu Tage, meist Objekte aus Ton, Metall oder Stein. Faszinierende Funde aus Mineralien wie Lapislazuli, Achat und Karneol legen eindrucksvoll Zeugnis ab über die künstlerischen und handwerklichen Fähigkeiten dieser frühesten aller Städter.

Woher aber kamen die edlen und exotischen Steine, die man nirgendwo in Mesopotamien findet? Wofür wurden sie verwendet und von wem? Der Vortrag möchte die Zuhörer mitnehmen auf eine Zeitreise in den alten Orient und der Frage nachspüren, warum bereits die Menschen der Kupfersteinzeit seltene Mineralien begehrten und für sie sogar in den Krieg zogen.