Vortragskurzinformation

20.01.2017

Prof. Dr. Reinhard Schaeffer, Bochum:

Naturwerksteine

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Naturwerksteine sind natürliche Festgesteine ( z.B. Granit, Basalt, Marmor, Dachschiefer…), die durch Bohren/Sprengen oder Sägen aus dem Gesteinsverband gelöst werden und im Bau-und Denkmalbereich Verwendung finden. Eine Weiterverarbeitung erfolgt oft abbaunah in kleineren oder größeren Steinmetzbetrieben durch Schleifen, Polieren, Spalten, Stocken etc. Der Werkstoff „Stein“ bleibt sichtbar und oft auch „fühlbar“ und zeigt seine – oft bewusst hervorgehobenen – typischen Farben und Strukturen.

Die wichtigsten Eigenschaften von Naturwerksteinen sind Frostbeständigkeit ( im  Außenbereich ), Druck- und Biegezugfestigkeit, sowie charakteristische Gefüge. Durch ihre Verwendung in Burgen, Kirchen und sonstigen Gebäuden geben diese Gesteine unseren Städten und Dörfern ein „Gesicht“ : Beispiele sind die bergische „Grauwacke“ ( z.B. aus Lindlar ), der Dachschiefer ( aus dem Raum Mayen oder aus dem Sauerland ), der Ruhrsandstein, der Soester bzw. Anröchter Grünsandstein, aber auch weiter transportierte Gesteine wie der Eifeler Tuffstein, der Buntsandstein aus Süddeutschland, Marmor aus Carrara in der Toskana ...  . Wir machen einen Spaziergang durch die historischen Städte des mitteleuropäischen Kulturkreises mit ihrer farbigen Gesteinsvielfalt.